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Agiles Arbeiten – jeder redet darüber, jeder gibt vor es zu tun, kaum einer tut es wirklich und diejenigen die es wirklich tun, machen es falsch. Das Thema Agilität in der Medienwelt verhält sich also ziemlich ähnlich zum Thema Sex bei pubertierenden Jugendlichen. Klar, iterative Prozesse haben ganz klare Vorteile gegenüber den klassischen Wasserfallmodellen, weisen aber insbesondere bei der Zusammenarbeit verschiedener Gewerke (Konzeption, Design, Programmierung) einige Stolperfallen auf, die schon so manches Projekt zum Einsturz brachten. Auch die Akzeptanz und das Verständnis von Kunden und Partnern werden auf eine harte Probe gestellt, denn nicht selten bricht Panik aus, sobald das gewünschte Feature aufgrund kleinteiliger Änderungswünsche, Verzögerungen oder Kommunikationslöchern an anderer Stelle aus dem Featureset des angestrebten Release herauszufallen droht.

Funktioniert der ganze Mist also gar nicht? Doch, agiles Arbeiten kann tatsächlich funktionieren. Allerdings muss man bei der Durchführung höllisch aufpassen und man darf nichts dem Zufall überlassen. So locker der Grundgedanke im ersten Moment klingen mag, so aufwändig und präzise muss das Projekt geplant und abgewickelt werden.

Zu diesem Thema hatte ich heute im Rahmen eines Vortrags die Gelegenheit, angehende Designer für agiles Arbeiten zu sensibilisieren, Fallstricke und Vorteile aufzuführen und sie neugierig zu machen, es einfach im Selbstversuch auszuprobieren.

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